
Orte des Zuhörens
In der St. Michaelskirche, Tübingen, Hechinger Str. 45
Dienstags 10 - 12 Uhr, Donnerstags 16 - 18 Uhr,
Samstags 17 - 18 Uhr (mit Priester)
Als Mitglieder verschiedener Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit Tübingen ist es uns ein Anliegen, dass sich in und aus unseren Gemeinden ehrenamtliche helfende/heilende Dienste entfalten. Wir sind überzeugt, dass diese nicht nur von den Hauptamtlichen in den Gemeinden und den Mitarbeitenden der Institutionen Caritas und Diakonie geleistet werden können bzw. sollen. Die Orte des Zuhörens sehen wir als eine der zahlreichen und vielfältigen Möglichkeiten, helfende/heilende Dienste in der Gemeinde auszuüben – im Austausch und in der Zusammenarbeit mit den professionellen Diensten.
Wie sind die „Orte des Zuhörens“ entstanden?
Das Projekt „Orte des Zuhörens“ ist entstanden aus der Beobachtung, dass eine zunehmende Zahl der Menschen, die sich an die Mitarbeitenden von Caritas/Diakonie und an die Hauptamtlichen in den Gemeinden sowie an andere professionelle Hilfeangebote wenden, zunächst einmal und manchmal auch ausschließlich einen Menschen bräuchten, der ihnen mit einem Kontingent an Zeit zuhört, das dort nicht zur Verfügung steht.Wem hören wir zu?
Die Orte des Zuhörens sind ein Angebot der Gemeinden für Menschen in und außerhalb der Gemeinde. Wir sind offen für Frauen und Männer in ganz unterschiedlichen Notsituationen, die einen Menschen suchen, um sich auszusprechen, um klarer zu sehen und – wenn möglich – durch das Gespräch Lösungsperspektiven in den Blick zu bekommen.Was bringen wir ein?
Neben unserer Zeit und dem Wunsch, Menschen in Not zu helfen, bringen wir Kommunikationsfreudigkeit und die Offenheit für die Begegnung mit und Zuwendung zu Menschen ein. Den Dienst des Zuhörens tun wir auf dem Hintergrund unserer Lebenserfahrung und wir stellen unsere individuellen Kompetenzen zur Verfügung.Was tun wir?
Unser Ansatz ist, zunächst einmal da zu sein und absichtslos und aktiv zuzuhören. Wir haben kein festes Schema, nach dem wir vorgehen, sondern versuchen, uns unvoreingenommen auf unser Gegenüber einzustellen und herauszuhören, worin ihre/seine Not besteht. Jede und jeden nehmen wir mit ihrer/seiner konkreten Not ernst und an.Dies tun wir mit einer Haltung des Respekts vor den Menschen, die sich uns öffnen. Als Christinnen und Christen stellen wir unseren Dienst auch bewusst in einen spirituellen Rahmen. Die spirituelle Dimension kann, wenn es sich ergibt, auch in das Gespräch einbezogen werden.
