Sankt Johannes Evangelist Tübingen

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19.30 Uhr, 
Gemeindezentrum St. Johannes, Tübingen, Bachgasse 5


Der Tod ist die gewalttätigste und radikalste Vernichtung, die Menschen in diesem Leben bei anderen Menschen und am Ende bei sich selbst erfahren müssen. Und doch ist im christ-lichen Glauben, wider alle Hoffnung, die Hoffnung geschenkt, dass es ein »Danach« gibt, dass Gottes unendliche Lebenskraft, für uns unvorstellbar, uns für eine neue Schöpfung erschaffen wird. Diese Hoffnung darf auch in der Art und Weise, wie wir hier Abschied nehmen, hineinstrahlen. Die Trauer des Abschieds, des Loslassens und Gehenmüssens, wird bleiben. Aber sie kann sich öffnen auf eine Zukunft hin, die nicht mehr der Mensch, sondern allein Gott in den Händen hält. Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Fuchs über christliche Jenseitsvorstellungen und Bestattungskulturen als deren Ausdruck im Wandel der Zeit. Auch ein Bestattungsunternehmen ist angefragt.

Prof. Dr. Ottmar Fuchs, Jahrgang 1945, aufgewachsen in Erlangen, Studium der Philosophie und kath. Theologie in Bamberg und Würzburg, 1972 Priesterweihe, 1972-1976 Kaplan in Nürnberg, Promotion (1977) und Habilitation (1981) in Pastoraltheologie in Würzburg, daneben tätig als Studentenpfarrer, 1981-1998 Professor für Pastoraltheologie an der Uni Bamberg, seit 1998 als Professor für Praktische Theologie an der Uni Tübingen.