
Johanneskantorei
Als Chor der St. Johanneskirche genießt die Johanneskantorei über die Grenzen der Stadt Tübingen hinaus einen hervorragenden Ruf. Der Chor umfasst ca. 45 Sängerinnen und Sänger, die sich gleichermaßen aus Studierenden und Berufstätigen zusammensetzen. Die vielseitige musikalische Gestaltung der Liturgie in St. Johannes sowie die regelmäßigen Auftritte bei Konzerten in Tübingen und außerhalb bringen ein abwechslungsreiches Programm mit sich. Das zügige Arbeitstempo erfordert deshalb auch hinreichende musikalische Vorkenntnisse bei den Sängerinnen und Sängern sowie die Bereitschaft zu regelmäßigem Probenbesuch.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Pflege der geistlichen a-cappella-Chormusik - bis hin zu Uraufführungen von Werken von Detlef Dörner und Christian Kram - aber auch die orchesterbegleitete Musik des Barock und der Wiener Klassik. Gemeinsam mit dem Barockorchester St. Johannes setzt sich der Chor verstärkt für die Musik des französischen Barock ein (Lully Te Deum, Charpentier Te Deum, Messe de Minuit und Canticum in Nativitatem H.416) und betritt mit der Pflege der Musik der oberschwäbischen Klöster (Mozart, Caldara, Eberlin, Michael Haydn und Isfrid Kayser) immer wieder unbekanntes Repertoire. Der Chor war u.a. zu Gast beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, bei der Kath. Studierendengemeinde in Bologna, beim "Aschermittwoch der Künstler" in Stuttgart, beim renommierten "Festival Europäische Kirchenmusik" in Schwäbisch Gmünd sowie jüngst im Rahmen der 50-jährigen Städtepartnerschaft in der Kathedrale von Aix-en-Provence, zu deren Chor die Johanneskantorei freundschaftliche Kontakte pflegt.
Chorprobe:
jeweils mittwochs 20-22 Uhr
im Saal des Kath. Gemeindezentrums, Bachgasse 5
sowie ein bis zwei Probenwochenenden im Jahr
Chorleiter
Wilfried Rombach ist seit 1999 Chorleiter an der St. Johannes-Kirche. Als ausgebildeter Sänger ist er freier Mitarbeiter im SWR-Vokalensemble Stuttgart und somit Mitwirkender bei zahlreichen Uraufführungen namhafter Komponisten (Holliger, Zender, Kurtag, Aperghis, Pintscher u.a.). Daneben kommt er einer umfangreichen Dozententätigkeit nach, die ihn zu Lehrtätigkeit und Seminaren u.a. an die Musikhochschulen Leipzig und Mannheim, Landesmusikakademie Ottweiler und Kirchenmusikhochschulen in Rottenburg und Heidelberg führten. Als Leiter des von ihm gegründeten ensemble officium ist er mehrfacher Preisträger, seine Arbeit im Bereich der Geistlichen Musik der Renaissance und des Gregorianischen Chorals ist vielfach durch CD-Produktionen und Rundfunkmitschnitte dokumentiert und genießt in der Fachpresse hohe Anerkennung.
Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er als Mitglied der Freiburger Domsingknaben. Nach dem Kirchenmusik- und Gesangsstudium an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Mannheim hat er durch langjährige Ensembletätigkeit, u.a. unter der Leitung von Frieder Bernius und Thomas Hengelbrock, vielfältige Erfahrungen, vor allem im Bereich der Alten aber auch der Neuen Musik erworben. Sie machen ihn heute zu einem überaus vielseitigen Musiker, der in der Lage ist, der Stiltreue in allen Musikepochen gleichermaßen gerecht zu werden.
